Doppeltes Pech
Wie heißt es so schön? Geteiltes Leid ist halbes Leid – ob aber ein Ehepaar aus Franken auch so denkt, ist, ist kaum vorstellbar. Beide hatten an ein und demselben Tag Pech, aber sie sind daran nicht ganz unschuldig.
Dass die Polizei an den Weihnachtstagen gerne mal die eine oder andere Verkehrskontrolle macht, ist keine Seltenheit. In der Regel sind die Beamten auf der Suche nach Alkoholsündern, denn wer Weihnachten im trauten Kreis der Familie verbringt, der trinkt auch gerne mal ein Glas mehr.
Das ist doppeltes Pech:
So auch eine Frau aus Bischbrunn in Unterfranken. Ihrer Ansicht nach war sie noch vollkommen nüchtern und fahrtauglich, allerdings nur so lange, bis Sie auf schnurgerader Straße einfach vom Weg abkam und in einen Graben fuhr. Dass sie aus dieser Situation nicht mehr alleine herauskommt, das war ihr klar und so rief sie anstatt der Polizei ihren Ehemann an. Als dieser versuchte, den Wagen wieder aus dem Graben zu bekommen, tauchte die Polizei auf und veranlasste einen Test, nachdem sie die Alkoholfahne des Ehepaars gerochen hatte. Dabei stellte sich heraus, dass die Ehefrau satte 1,2 Promille im Blut hatte und der Ehemann immerhin noch 0,4 Promille. Obwohl der Mann unter der zulässigen Höchstgrenze lag, kassierte die Polizei, wohl zur Sicherheit, gleich beide Führerscheine ein.
Auf das Ehepaar warten jetzt eine saftige Geldstrafe und auch ein paar Punkte in Flensburg. Bis beide ihren Führerschein wiederbekommen, müssen sie Bus fahren, oder wenn es wieder zum Feiern geht, eben in den sauren Apfel beißen und ein Taxi anrufen.
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